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Segmente in PowerTraxx

Segmente sind Abschnitte, die Ihr auf Euren Strecken markieren und speichern könnt (Voraussetzung: Premium Abo).
Was steckt hinter diesem Konzept?
Als die ersten Pulsuhren mit Software Anbindung auf den Markt gebracht wurden, war es noch ein großen „Abenteuer“, seine Trainingsdaten mit dem ganzen Auf- und Ab-Gezappel der eigenen Herzfrequenz über die Zeitachse zu betrachten. Und was hat’s gebracht? Doch eigentlich nichts.  Dass der Puls bergauf ansteigt und bergab nachlässt wussten wir auch ohne Auswerteprogramme schon vorher.
Also hat man nach Kennzahlen gesucht, die den Verlauf des Trainings möglichst in eine Zahl packen sollten: Maximalpuls, naja, interessant. Beschreibt das Training in exakt einem Punkt, was wiederum zu wenig ist. Mittelwert. Ja der Mittelwert. Wir haben uns alle auf den Mittelwert gestürzt: Je höher, desto intensiver das Training.
Dumm gelaufen nur für diejenigen, die damals schon „intelligent“ trainiert haben: Wer sein Training strukturiert gestaltet, Grundlage, Leistungsspitzen und Intervalle trainiert, wird mit einem Mittelwert nichts anfangen können.
Vorsicht mit Mittelwerten
Und so ist es mit fast allen Mittelwerten: Sie sind mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Wer sich immer nur an seinen Mittelwerten orientiert, wird auch nur mittlere Leistung trainieren: Der Körper lernt, sich auf diese Art von “mittlerer Belastung“ einzustellen und verliert an Kraft und Spritzigkeit (die wiederum nur derjenige trainiert, der Spitzenbelastung und Grundlagentraining gleichermaßen berücksichtigt). Also ist auch der Mittelwert (Geschwindigkeit, Leistung, Herzfrequenz) nicht das, wonach wir suchen – eine Orientierung ja, aber als alleiniger Trainingsmaßstab nicht ausreichend.
Der Hobby Sportler aus Sicht der Experten
Wenn ich (als Hobby-Radler) mit Experten aus dem „professionellen Lager“ zusammentreffe, und dieses Thema zur Sprache kommt, höre ich wiederholt: Im Hobbybereich würde “zu schnell gefahren, aber nie richtig schnell  . . .“.  Bedeutet nichts anderes, als dass der Versuch, jede Hausrunde noch schneller zu fahren als die letzte (eine sehr häufig anzutreffende “Trainingsmethode”), zu einem monotonen, abwechslungsarmen Training führt, das nicht wirklich weiterbringt.
Also Intervalle. Leistung punktuell. Dann wieder Ruhe, gleiten, ausrollen. Jetzt im Ernst: Wer (von uns Hobby-Sportlern) ist mit der Stoppuhr unterwegs, solchen Mustern nachzueifern? Doch die wenigstens (siehe Zitat von oben).
Konzentration auf Teilstücke
In PowerTraxx haben wir nach Auswegen aus diesem Dilemma gesucht. Wir glauben, mit der Fokussierung auf Segmente eine Lösung gefunden zu haben: Wer seine Trainingsstrecken nicht nach Mittelwert bewertet, nicht nach Gesamtzeit, Gesamtdurchschnitt etc., sondern sich einzelne Teilstrecken markiert, an denen einmal richtig Gas gegeben werden kann, bekommt damit die Möglichkeit für ein wesentlich differenzierteres Training geboten, auch dann, wenn er nicht mit Trainingsplan oder Stoppuhr etc. unterwegs ist: Diese Aufgabe übernehmen nun Smartphone-App oder GPS-Empfänger für Euch.
Allein mit dem Gefühl laufen bzw. fahren zu können, dass die erbrachte „Trainingsleistung“ nicht „pauschal“ bilanziert wird, sondern nur einzelne Schlüsselpositionen bewertet werden (etwa der Anstieg der Hausbergrunde), ergibt völlig neue Varianten der Trainingskontrolle.
Unser Konzept sieht dabei vor, dass ein entsprechendes Segment als Abschnitt im Höhendiagramm markiert und anschließend gespeichert wird (über den Button „Segment speichern“, welcher nach einer Abschnittsmarkierung automatisch auftaucht):
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Ein Segment (Name: Barbara)  markiert den Aufstieg zum Passo Barbara (Darstellung in Kombination mit einem Wegpunkt am Ende des Segments)
Dieser so erzeugte Abschnitt wird nun anhand des vorliegenden Tracks gerechnet und es erscheinen zahlreiche Daten, die diesen Abschnitt markieren, bei der aktuellen Strecke, bei allen zukünftigen, aber auch bei den bereits gespeicherten (Voraussetzung natürlich, dass das markierte Segment einen Teil der betreffenden Trainingsstrecke darstellt):
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Die Segmenttabelle: Kennzahlen auf einzelne Abschnitte bezogen (Segmente 1, 2, usw. kennzeichnen automatisch erzeugte Abschnitte, die anderen wurden vom Anwender vordefiniert)
Wer mit Herzfrequenz trainiert, bekommt auch die Herzfrequenzdaten nur für dieses Segment angezeigt:
hf_verteilung abfahrt
Ein Beispiel aus dem Skilanglauf: Bergab-Passage
hf_verteilung anstieg
Ein Beispiel aus dem Skilanglauf: Anstieg
Auch hier erscheinen wieder Mittelwerte (die wir weiter oben doch so sehr kritisiert haben), doch diesmal beziehen sich diese Werte auf einen kleinen Ausschnitt des Trainings, auf einen Abschnitt, den wir bewusst markiert haben, um eine besondere Fähigkeit zu trainieren:
1) Anstiege um die Kletterfähigkeit zu verbessern.
2) Ebene Passagen, um eine Meßstrecke für das Laufen / Fahren in der Ebene zu erhalten.
3) Bergabpassagen, Gefällstücke, um alles mögliche zu testen: Aerodynamik, Material, schnelles Laufen / Rollen.
Oder man markiert Teilstücke, die eine Mischung aus allen Geländeformationen darstellen, nur mit dem Hintergrund, eine Art „Referenzstrecke“ in das Training einzubauen. Oder definiert Teilstücke nach solchen Abschnitten, in denen man ohne Ampel, Kreuzung oder sonstige Behinderung frei laufen bzw. fahren kann.
Unabhängig davon, wie man seine Segmente anlegt: Durch Fokussierung auf diese Abschnitte gestaltet man sein Training abwechslungsreich, auch ohne Zusatzaufwand, ohne auf eine Leistungskontrolle zu verzichten: Das Training wird nach Segmenten bewertet. Was dazwischen passiert, Grundlagentraining, Ampelstopps, Aufwärmphase, oder auch das gemütliche Rollen mit den Kumpels, fällt in einen Bereich außerhalb dieser „Bewertungszonen“ und braucht nicht weiter zu interessieren.
“Segmente” und Esskultur
Oder, um einen Vergleich mit dem Besuch in einem Restaurant zu riskieren: Was würdet Ihr sagen, wenn Vorspeise, Hauptgericht und Dessert auf ein und demselben Teller vermischt  serviert würden? Ihr würdet Euch beschweren? Richtig! Und jetzt denken wir bitte alle einmal darüber nach (mich eingeschlossen), wie eine typische Trainingsrunde aussieht: Ist sie nicht häufig ähnlich „vermatscht“, lieblos „dahin geeiert”?
Das ist es, was wir mitteilen möchten: Fokussierung, Fokussierung, Fokussierung. Nutzt die PowerTraxx Werkzeuge, vom Einheitsbrei der Mittelwerte wegzukommen, und Euch spezifisch auf Teilaspekte Eurer Fähigkeiten zu konzentrieren. Segmente helfen Euch dabei.
In einer der nächsten Folgen stellen wir weitere Funktionen vor, die auf diesen Segmenten aufbauen: Trackvergleich und Segmentvergleich. Bis bald.

 

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