Leistungsreserve Krafttraining im Radsport

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Der Autor des heutigen Blogbeitrags ist Stephan Loew, zweifacher RAAM-4er-Team und 5-facher Ironman-Hawaii-Finisher, “Brand-Speaker” Rennrad bei Fa. Ghost-Bikes. Mit seiner Fa. lifestyle analysiert er die Leistungsdaten seiner Kunden anhand von Stufentests, stimmt mit ihnen die möglichen Saisonziele ab und entwickelt darauf aufbauend maßgeschneiderte Trainingspläne für Lauf- und Radsport sowie Triathlon.

Wir bedanken uns bei Stephan und hoffen, dass Ihr diese Tipps aus dem “Profilager” für Eure persönlichen Ziele nutzen könnt.

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Hier sein Beitrag:

Die Kraft ist eine Basisfähigkeit für jede sportliche Leistung. Wer im Spitzensport vorne dabei sein will, muss ein systematisches Krafttraining betreiben. Deshalb gehört bei vielen Sportarten das Üben mit Gewichten schon lange zum festen Bestandteil des Trainings. Quer durch alle Sportarten wird mit einem gezielten Kräftigen der Muskeln die Wettkampfleistung gesteigert. Dagegen wird in Ausdauersportarten wie dem Radsport und Triathlon das Training im Kraftraum oft skeptisch betrachtet.

Es wird meist nur mit dem Sportgerät Fahrrad trainiert, um die radsportspezifische Leistung zu steigern. Der Wert eines Krafttrainings wird bislang unterschätzt. Damit wird die Chance vertan, das individuelle Leistungsmaximum auszuschöpfen.
Mit der Kraft kommt die Geschwindigkeit
Die Rechnung für Radsportler scheint einfach: Mehr Kraft auf den Pedalen bei gleich bleibender Kadenz bedeutet mehr Leistung. Und mehr Leistung bedeutet mehr Geschwindigkeit – das große Ziel jedes ambitionierten Radsportlers. Eine hohe maximale Geschwindigkeit ist besonders in rennentscheidenden Situationen wie dem Zielsprint von Bedeutung.
Je schneller und je mehr Kraft hier ein Fahrer auf die Pedale bringt, desto größer sind seine Siegeschancen. Ein hohes Kraftniveau ist ebenfalls von Bedeutung, um am Berg erfolgreiche Attacken zu fahren oder Angriffe von Gegnern zu parieren. Hierbei müssen die Fahrer Leistungen von z.T. Über 1.000 Watt erbringen. Je mehr sich die zu erbringende Leistung dem individuellen Kraftmaximum nähert, desto größer ist die Bedeutung der Maximalkraft. Die höchsten Leistungen sind beim Radsport. Die zu erwarteten Anpassungen hinsichtlich einer verbesserten Ermüdungswiderstandsfähigkeit werden bereits durch die Form des Intervalltrainings auf dem Fahrrad angesprochen.
Von einem speziellen Kraftausdauertraining sind keine weiteren Effekte für Radsportler zu erwarten, da die Anpassungseffekte primär auf der Ebene der Energiebereitstellung liegen und weniger die Kraftkomponente betreffen. (mehr …)

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